Freitag, 19. September 2008

Der Umzug

Nach zwei Wochen im Hotel sind wir nun endlich in unser eigenes Haus gezogen.
Vorgesehen war eigentlich, dass die Uni uns eine Unterkunft stellt. Da das aber nicht geklappt und unser zuständiger Betreuer kein passendes Haus gefunden hat, haben wir uns eigenständig auf die Suche gemacht.

Zunächst haben wir in der Umgebung unserer Uni gesucht. Wir sind durch die Straßen gegangen und an jedem Haus, an dem ein Zettel „Zimmer zu vermieten“ hing, haben wir angeklopft und gefragt ob zwei Zimmer frei wären. Viele Leute hatten nur ein Zimmer, manche hatten keine Fenster, andere waren zu klein, ohne Möbel oder sehr dreckig. So kehrten wir nach einem Tag Suche deprimiert ins Hotel zurück. Wir wurden zuvor gewarnt, gerade für Ausländer wird es nicht leicht sein. Dennoch haben wir weiter gesucht.

Mittlerweile wohnen wir in einem guten Haus, in dem wir zwei Zimmer mieten und noch einen großen Balkon zur Verfügung haben. In der unteren Etage wohnt der Vermieter mit jeglichen Familienmitgliedern (da sind wir auch noch nicht ganz durchgestiegen) in der oberen Etage wohnen wir mit noch zwei anderen Mädels und drei Zimmer stehen noch frei. Bad, Küche sowie auch Wohnzimmer teilen wir uns. Also eine richtige Studenten –WG, wie man es kennt. Allerdings mit dem kleinen Unterschied, dass die zwei Etagen nur durch eine Balustrade voneinander getrennt sind. So können wir also aktiv am Familienleben der ersten Etage teilnehmen und die Familie hört meist auch, was bei uns so los ist.
Obwohl es eine ungewohnte Situation ist, stört es uns gar nicht. Von Deutschland kennen wir es eher, dass das Familienleben sehr privat abläuft. Da wurden wir hier eines Besseren belehrt. Unser Vermieter hat sich am ersten Morgen direkt zu uns zum Frühstück gesetzt und aus seinem Leben erzählt. Er war nett und offen. Da er merkte, dass die deutschen Mädels oft selbst kochen, gab es schon bald einen neuen Gasherd und das haben wir natürlich direkt ausgenutzt um all unsere Freunde und Bekannten von der Uni einzuladen.

Am Mittwochabend haben wir alle zu uns eingeladen um zusammen das Fasten zu brechen.
Ab 15Uhr standen wir in der Küche, denn wir hatten uns überlegt Pfannkuchen zu backen.
Um 17.30Uhr trudelten schon die ersten Gäste ein und unser Hof war überfüllt mit Motorrädern. Jeder hat noch irgendeine Kleinigkeit mitgebracht, so dass es nachher eine Vielfalt von indonesischem und deutschem Essen war. Wir hatten den Balkon zuvor schön mit Teppich ausgelegt und kleine Tische zum essen bereit gestellt, die wurden aber von den ersten Gästen schon wieder beseitigt.
Letztendlich saßen alle auf den Teppichen, haben durcheinander geredet und das Essen genossen. Es war ein wirklich schöner Abend, von dem wir euch ein paar Bilder anhängen.

Liebste Grüße,
Katharina & Ann-Christin










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